Jedes Jahr erleben die FHs und Unis in Deutschland aufs Neue zwischen den Monaten Mai und August einen Ansturm auf ihre Webseiten. Tausende Schulabgänger und zukünftige Studentinnen und Studenten versuchen, sich einen Blick über das äußerst umfangreiche Studienangebot an den FHs und Unis zu verschaffen und perfekt passenden Studiengang in der möglichst besten Hochschule zu finden. Nachdem der gewünschte Studiengang ausgewählt ist, bleibt oft aber noch eine Frage über: Soll ich ein FH Studium oder ein Uni Studium aufnehmen? Im Folgenden wird am Beispiel des Studiengangs Wirtschaftsrecht der Unterschied zwischen den beiden Hochschulformen erläutert.

Wirtschaftsrecht FH Studium

Der wohl bekannteste Unterschied eines FH Studiums im Vergleich zum studieren an der Universität ist wohl die Praxisnähe. Die Vorlesungen im Wirtschaftsrecht FH Studium sind sehr praxisnah ausgelegt. Die Studierenden lernen beispielsweise in der Volkswirtschaftslehre die drei wichtigsten Thesen der VWL kennen und vertiefen diese direkt anhand praktischer Beispiele. Zudem werden im Verlauf eines Studiums meist viele praktische Semesterarbeiten und Case Studies angeboten, bei denen ebenfalls der Theorie-Praxis-Transfer stattfindet.

Ein weiterer Unterschied an der Wirtschaftsrecht FH ist, dass die Studiengruppen meist kleiner sind als an der Uni. Für eine FH sind Gruppengrößen von 30-60 Studentinnen und Studenten die Normalität. Auch das Betreuungsverhältnis Professoren/Dozenten – Studierende ist an einer FH meist besser.

Wirtschaftsrecht Uni Studium

Die Uni ist, gemessen an ihren Zugangsvoraussetzungen, die höchste Bildungseinrichtung in Deutschland. Hier darf nur studieren, wer das Abitur gemacht hat. Demzufolge ist natürlich auch der Abschluss eines Wirtschaftsrecht Uni Studiums auf dem Papier der höherwertige Titel. Dass dieser Faktor nicht unbedingt ausschlaggebend ist, sollte jedem klar sein – Praxiserfahrung, geleistete Praktika und gute Noten zählen mehr als der reine Uni-Abschluss. Dennoch gibt es durchaus Unternehmen, die nur Absolventen einer Uni einstellen. Und für diejenigen, die statt einem grundständigen Uni Studium Wirtschaftsrecht lieber Jura mit Schwerpunkt Wirtschaftsrecht studieren möchten, bleibt sowieso nur die Universität als Anlaufstelle.

Der Unterricht an der Uni ist gegenüber dem FH Studium durch deutlich höhere theoretische Anteile gekennzeichnet. Hier lernt man öfters aus Büchern auswendig und die Vorlesungen sind teilweise richtige „Vorlesungen“, weil eben ein Professor aus dem von ihm geschriebenen Buch vorliest. Da ein Uni Studium aber nicht ganz so durchorganisiert ist wie ein Wirtschaftsrecht FH Studium, werden die Absolventen als etwas selbständiger eingeschätzt.

Fazit: Die richtige Entscheidung muss jeder selber treffen. Wer Praxisnähe und ein durchorganisiertes Studium haben will, ist an der FH richtig. Für den etwas höherwertigen Abschluss sollte man an der Uni Wirtschaftsrecht studieren.

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