rabox66

Trier

Schon als Kind faszinierte mich die schmale Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart die in Trier allgegenwärtig ist. Egal wohin man das Auge wendet ist Geschichte allgegenwärtig. Genau wie vor mehreren tausend Jahren passieren die Bewohner der Stadt die Porta Nigra, das schwarze Tor. Hierbei handelt es sich um das ehemalige römische Stadttor, welches im Mittelalter auch den Namen Porta Martis, das Tor des Mars trug. Heute wird das Tor von den Einwohnern zumeist nur Porta genannt, was sich im dortigen Dialekt eher nach „Pochta“ anhört. Es ist das einzige noch erhaltene Tor. Früher gab es noch die Porta Alba, das weiße Tor im Osten, die Porta Media, das Mitteltor, an der Südseite und die Porta Inclyta, Berühmtes Tor an der Römerbrücke.

Die Römerbrücke, auch Moselbrücke ist ebenfalls ein Relikt aus alten Zeiten welches sich heute nahtlos in das alltägliche Leben der Trierer einfügt. Die Pfeiler der heutigen Steinbrücke wurden zwischen 144 und 152 n. Chr. erbaut, die Steinwölbungen entstanden zwischen 1190 und 1490. 1689 wurde die Brücke von französischen Truppen gesprengt und 1716 – 18 erneuert. Bei dieser Gelegenheit errichtete man auf dem fünften Pfeiler von Westen ein Kruzifix und eine Statue des Hl. Nikolaus. 1806 brach man das westliche Brückentor ab, 1869 folgte das östliche. 1931 wurde die Brücke verbreitert und erhielt die heutigen auskragenden Fußgängerstege. Auch in der heutigen Zeit wird sie noch viel befahren und lässt ihr alter vergessen.

Wer einmal in Trier ist sollte sich auch nicht den Anblick des Amphitheaters, der Barbara- & Kaiserthermen, der Konstantinbasilika und des Domes entgehen lassen. Gerade der Dom macht nicht nur durch sein alter, die Architektur und den Heiligen Rock, welcher dort verwahrt wird, auf sich aufmerksam sondern auch durch die Legende des Domsteins, die es in unzähligen Varianten gibt. So erzählt man sich das der Teufel mit List zur Mithilfe beim Bau des Domes bewogen wurde, als dieser bis auf den letzten Stein fertig gestellt worden war wurde die Täuschung offenbart und vor lauter Wut schmiss dieser den letzten Stein an die Mauern des Domes wo er neben der Pforte liegen blieb.
Im laufe der Zeit sind unzählige Kinder und Erwachsene diesen Stein hinuntergerutscht weil dies Glück bringen soll und auch ich bin schon das ein oder andere Mal an der Hand meines Vaters hinabgerutscht.

Aber auch die neuere Geschichte dieser schönen Stadt kann sich sehen lassen, so brachte sie den berühmten Philosphen Karl Heinrich Marx hervor, welcher die wissenschaftliche Analyse und Kritik das Kapitalismus anstrebte und dessen Theorien bis heute kontrovers diskutiert werden. In den Ausstellungsräumen des Karl-Marx-Hauses, dem Geburtshaus von Karl Marx, gibt es viel über dessen Leben und seine Werke erfahren.
Wer jetzt denkt das wäre alles gewesen was Trier zu bieten hat, weit gefehlt, doch die weiteren Sehenswürdigkeiten sollten Sie selbst entdecken und viel Zeit mitbringen, denn eine solch schöne und einzigartige Stadt will gewürdigt werden!

Tipp: Wer Trier besucht, der kann seiner Reise mit einem Ausflug an die Mosel einen zusätzlichen Höhepunkt verleihen. Das Moseltal zählt zu den wichtigsten deutschen Weinbau-Gebieten und bietet für (Kurz)urlauber  ideale Möglichkeiten bei denen Wellness und Genuss nicht zu kurz kommen: Eine Reihe von Wellness-Hotels, die romatische Mosel-Weinstraße und der Mosel-Radweg laden zu einem reizvollen Aufenthalt in dieser wunderschönen Landschaft ein. Und die Kombination von historischem Städtetourismus in Trier, Wellness an der Mosel und Weinverkostung  bei einem der zahlreichen Winzer ist einfach unschlagbar!

Social Bookmarks: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Linkarchiv
  • Linkarena
  • Tausendreporter
  • TwitThis
  • YahooMyWeb

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben