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Engels,
Marx und Pospisil
Eine Reportage über den Alltag im Wiener Gemeindebau.
Gemeindebau.
Das war 1976 etwas Seltsames für uns Kinder. Der Pospisil
lebte dort im Karl Marx Hof und der Karl Marx
Hof, der war für uns eindeutig der Inbegriff der materialisierten
Scheußlichkeit. Häuser waren damals höher als
breit, hatten ein Dach, das nach oben spitz zulief und hatten
keinesfalls Bögen unter denen Autos durchfahren konnten.
Außerdem stimmte sowieso einiges nicht mit dem Pospisil.
Er war beim Fußball ein vollkommener Nurmi, warum er in
so einem scheußlichen Ding leben musste, war also für
jeden ganz klar ersichtlich. Außerdem haben die
ein Schwimmbad am Dach! sagte mein Sitznachbar; und jeder
11-jährige wusste bereits damals, dass sich Schwimmbäder
nie, aber auch wirklich nie auf Hausdächern befanden.
In der Zwischenzeit - immerhin schreiben wir das Jahr 2006 -
hat sich einiges relativiert. Wie sich herausgestellt hat, hat
der Karl Marx Hof kein Schwimmbad auf dem Dach und die Wiener
Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit sind nicht mehr der
Inbegriff der matrialisierten Scheußlichkeit. Ganz im
Gegentei: In der Geschichte der Stadt, gibt es eine Epoche in
der Sozial- und Architekturgeschichte geschrieben wurde: Das
Rote Wien.
Nur der Pospisil, der hat sich nicht verändert. Er lebt
in der Gemeindewohnung seiner - inzwischen verstorbenen Eltern
- und ist Deutschlehrer an einer AHS geworden. In seiner Freizeit
baut er noch immer Modelleisenbahnen. |
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Gemeindebauöffnung
Der Wiener Wohnbaustadtrat Werner Faymann
(S) rechnet damit, dass auch langfristig nicht mehr als 2.000
Nicht-EU-Ausländer gleichzeitig für Gemeindebau-Wohnungen
in der Bundeshauptstadt [...mehr] |
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Hausmastas
Voice
Als die Stars des Nachmittags, Spitzenkandidat Alfred Gusenbauer,
Bürgermeister Michael Häupl und Stadtrat Werner Faymann
eintreffen, verstummen die Diskussionen. Einpeitscher [...mehr] |
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Austropop
Du bist die Blume aus dem Gemeindebau,
ich weiß ganz genau,
du bist die richt'ge Frau für mich, du Blume aus dem Gemeindebau.
Ohne dich wär' dieser Bau so grau, und wer dich sieht,
sagt nur
"Schau, schau, da geht die schönste Frau von Stadlau."
[...mehr]
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Usenet
Die SP war eine Klientelpartei.
Sie hat von der Wiege bis zur Bahre den Lebensweg der Leute
und ihren Lebensentwurf gestaltet und garantiert. Sie hat
die "Leute aus dem Gemeindebau"
so auch in Abhängigkeit, in einer Art Versorgungsstatus
gehalten. Wer eine Wohnung braucht - die Partei. Wer einen
Posten braucht - die Partei. Wer Karriere machen möchte
- die Partei. Wer angeln geht - die Partei. Wer Zeitung liest
- die AZ. [...mehr]
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Wahlkampf
Das wull. Aba die Wahlen gwinnen oder verlieren die Effen
im Gemeindebau.
Die poar bürgerlichen Hanseln, die auf die inferiore
Partie aus der Falkestraßen pfeifen, die ham bei der
Gmoarazwahl das noch existierende Lif gewählt oder die
Grünen. Das san di ehemaligenBusekianer, und bei denen
is für die Eff nix zu holen [...mehr]
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SP-Woller
wohnt nicht im Gemeindebau
Wien (SPW) "SP-Gemeinderat Ernst Woller wohnt in keinem
Gemeindebau,
daher kann er auch kein asozialer Mieter im Gemeindebau sein",
erklärte Jan Krainer, Bezirkssekretär der SPÖ-Landstraße,
am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien.
[...mehr]
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Ärztenotdienst
Schauns, das ist ein Gemeindebau,
da sind seit ca. 50 Jahren die Stiegen der Reihe nach durchnummeriert.
Sie haben die Stiegen 2, 4, 6, 13, 16 in ihrem Programm, und
jetzt ratens mal, welche Stiege zwischen der Stiegen 4 und
6 ist. Genau, die Stiege 5 und in der wohn ich auch. Glauben
sies mir bitte einfach. [...mehr]
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Vidrosyl
& Havlicek
Dialog zwischen Frau Vidrosyl (Stiege
5) und Frau Havlicek (Stiege 7). Frau Vydrosil schaut aus ihrer
Wohnung im ersten Stock in den Hof hinunter wo Frau Havlicek
steht, die gerade vom Einkaufen zurückkommt. Wie üblich
entspinnt sich ein Gespräch, das im Normalfall ca. 30 Minuten
dauert. Die meisten Mieter des Gemeindebaus werden routinemäßig
besprochen. Wir hören einen kleinen Ausschnitt.
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Dringlich
Die Wiener FPÖ hatte es am Dienstagnachmittag
wieder einmal dringlich: Bürgermeister Michael Häupl
solle Maßnahmen setzen, "um den Zugang zum sozialen
und geförderten Wohnbau
in Wien [...] vornehmlich der Wiener Bevölkerung als Staatsbürger
zu erhalten" [...mehr]
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Präsentationen
der Reportage:
Köln,
2004
Mödling, 2005 |
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