Hausmasters Voice
Ein Heimspiel für Alfred Gusenbauer: Hausmeister aus ganz Österreich gaben dem SPÖ-Kanzlerkandidaten eine Moralinjektion für das Wahlkampffinale

 

Von: Hirschinger - Profil anzeigen
Datum: Mo 21 Okt. 2002 00:18
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Hubert Sickinger <sickin...@chello.at> wrote:
>Die jetzige FPÖ-Krise war ja so nicht geplant. Haider und die
>Knittelfelder Delegierten wollten die Riess-Passer ja Anfang nächsten
>Jahres als Obfrau (nicht als Vizekanzlerin) ablösen. Und das hätte
>vom Zeitpunkt für die FPÖ ja genau gepasst.
Schod, dassma die einschlägige Dischkussion ned forwarden kann;-) I
bleib nach wie vur dabei: Der Führer wollt denen die Eier abschneiden,
aba auf kan Fall die Verantwortung für die kommende Wahlniederlage
übernehmen. Dass die sagen, dann hauma dir halt das Zeux hin, mit dem
scheinter ned gerechnet zu haben. Weil knapp vor der Wahl die
etablierte Marke Risipisi gegen irgendan Newcomer auszutauschen is a
taktischer Sölbstmord. Und selba hingehen und sehenden Auges ois
Spitzenkandidat in a Niederlage zu rennen macht der Führer sicha ned.
>Sorry, der scheinbare "Verlust" der FPÖ in Wien bei der
>Nationalratswahl 1996 gegenüber der GRW 1996 liegt daran, dass die
>ÖVP bei Nationalratswahlen dort (mit abnehmender Tendenz) in den 90er
>Jahren immer besser und die FPÖ daher schlechter als bei
>Gemeinderatswahlen abgeschnitten hat. Schließlich ist die ÖVP auf
>Bundesebene doch erheblich wichtiger als die marode Stadt-ÖVP.
Das wull. Aba die Wahlen gwinnen oder verlieren die Effen im
Gemeindebau. Die poar bürgerlichen Hanseln, die auf die inferiore
Partie aus der Falkestraßen pfeifen, die ham bei der Gmoarazwahl das
noch existierende Lif gewählt oder die Grünen. Das san die ehemaligen
Busekianer, und bei denen is für die Eff nix zu holen.
>Das ist aber nicht wirklich vereinbar mit Deiner Deutung, die Du hier
>früher immer vorgetragen hast, dass nämlich - hätte Schüssel nicht
>mit der FPÖ koaliert - die FPÖ dann bei der nächsten Wahl die
>stärkste Partei geworden wäre.
Was is da unvereinboar? Mei Deutung woar immer, hätte sich da Klima
durchgsetzt mit seiner Nichtkoalizion mit den Experten-Effen und hätts
dem beim Budget a poar Monate später auf die Go gehaut, waraten die
Effen wull stärkste Partei geworden. Die Frage is, ob eam das was
genützt hätt, weil an Auftrag zur Regierunxbüldung hätt er auch als
Erschter ned gekriegt vom Klestil. Im Gegentum, er hätt auch dann die
Risi Pisi vurschicken müassen und damit zuageben, dasser ned
regierungsfähig is im Bund.
>Sorry, da klingt einiges an populärdemoskopischen und
>polulärpolitologischen journalistischen Deutungen durch, die in der
>Sache nicht richtig sind.
Da kummt durch, dassi schon ziemlich lang in dieser Stadt wohn und mi
daran erinner, wölche Wähleranteile in den Gemeindeburgen üblich
woarn. Ma konnte zu Zeiten, ois die Espe in ganz Wien noch um die 60
Prozent hatte, genau die Sprengel feststellen, wo die großen oiden
Gemeindeburgen stehen. Dieses daran, dass durt bis zu 80, 90 Prozent
SP-Stimmen woarn. Genau in diesen Sprengeln aba hatte der Führer
später seine Hochburgen, und da die Bevölkerung dort offenboar ned
ausgetauscht worden is, kann ma daraus sehr einfach schließen, wer wo
hin gewexelt is.
>Die Wähler der FPÖ sind zunächst, in den 80er Jahren, vor allem von
>den Schwarzen gekommen. Seit den frühen 90er Jahren (v.a. seit Wien
>1991) dann auch von den Roten. Und natürlich hat die FPÖ auch
>besonders bei Erst- und Jungwählern gepunktet (da war sie 1999 fast
>so stark wie SPÖ und ÖVP gemeinsam). Insgesamt aber ist der Anteil
>derer, die ursprünglich von der *ÖVP* gekommen ist, unter den FPÖ-
>Wählern - entgegen dem, was da in den Medien umherschwirrt - immer
>größer als der Anteil der ehemaligen *SPÖ*-Wähler gewesen.
Dasser die Sozi-Fresser als allererschte einkassiert hat im 86er Jahr,
is bekannt. In den folgenden Joahrn woarns die Hackler vulgo da
Gemeindebau, bsonders in Wien. Und dort konnte der sich überhaupt nix
holen von den Schwoarzen.
>Hast Du es im Ramsch bei Hintermaier gefunden? ;-)
Kloar fünf Oiro, ma gönnt sich jo sonst nix. Und ausburgte Büachln
kamma so schwer zitiern, nachdem mas zruckgeben hod;-)
>Das ist deutlich vor dem 1-Jahr-Jubiläum von Schwarzblau geschrieben
>worden, bevor also Khol, Haider et al. ihre Erinnerungen ausgepackt
>haben. Ich erinnere auch an die Serie der Kleinen Zeitung, die ich
>Anfang 2001 hier gepostet habe.
Dankenswerter Weise. Nur haz nix gnützt, die Propaganda vom
machtgierichen Zwuck ghört jo noch imma zum Standard-Repertoire. I
werd a poar Seiten vom Machtwexel durchn Scanner jauken bei
Gelegenheit.
>Neben Haider zu arbeiten ist dann, wenn man die Gunst des Gurus
>verloren hat, aber vermutlich noch um ein Stückl schlimmer. Naja, und
>der Grasser sondiert ja auch bei internationalen Finanzinstitutionen.
I waaß ned. In der Politik hatma immer noch Gremien und kann sich
wehren. Gegen den Ongel Franz aus Ameriga kannst genau goar nix
machen, wenn der einfliagt mit seiner Tschessna. Siechst eh am
Grasser, der hat sich freiwillich wieder den Führer angetan und suacht
jezz überall an Tschob, damiter ned zruck muaß zum Strohsack.
lh
--
Aber irgendwie netter. Gegen Bush war ja sogar Stalin das reinste
Wascherl.
Jakob Krieger, <an372l$r2...@brainy.jpberlin.de>


Von: Hubert Sickinger - Profil anzeigen
Datum: Mo 21 Okt. 2002 08:04
E-Mail: Hubert Sickinger <sickin...@chello.at>
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> Hubert Sickinger <sickin...@chello.at> wrote:
>>Die jetzige FPÖ-Krise war ja so nicht geplant. Haider und die
>>Knittelfelder Delegierten wollten die Riess-Passer ja Anfang
>>nächsten Jahres als Obfrau (nicht als Vizekanzlerin) ablösen. Und
>>das hätte vom Zeitpunkt für die FPÖ ja genau gepasst.
> Schod, dassma die einschlägige Dischkussion ned forwarden kann;-)
> I bleib nach wie vur dabei: Der Führer wollt denen die Eier
> abschneiden, aba auf kan Fall die Verantwortung für die kommende
> Wahlniederlage übernehmen. Dass die sagen, dann hauma dir halt das
> Zeux hin, mit dem scheinter ned gerechnet zu haben.
Das seh ich auch so. Natürlich wollte er nicht in die Regierung
gehen. Aber er wollte eben zugleich mit der Regierungsmannschaft und
mit sich als oppositionellem Angreifer antreten. Obmann wollte er
nämlich völlig offensichtlich werden, genau daran ist die FPÖ ja
gescheitert. Schon vergessen, dass er die Riess-Passer seit dem
Parteitag im Frühsommer an der Parteispitze ablösen wollte?
> Weil knapp vor
> der Wahl die etablierte Marke Risipisi gegen irgendan Newcomer
> auszutauschen is a taktischer Sölbstmord. Und selba hingehen und
> sehenden Auges ois Spitzenkandidat in a Niederlage zu rennen macht
> der Führer sicha ned.
Manchmal isses nett, wenn Das Böse[TM] sich auch in der Politik
selbst zerstört ;-)
>>Sorry, der scheinbare "Verlust" der FPÖ in Wien bei der
>>Nationalratswahl 1996 gegenüber der GRW 1996 liegt daran, dass die
>>ÖVP bei Nationalratswahlen dort (mit abnehmender Tendenz) in den
>>90er Jahren immer besser und die FPÖ daher schlechter als bei
>>Gemeinderatswahlen abgeschnitten hat. Schließlich ist die ÖVP auf
>>Bundesebene doch erheblich wichtiger als die marode Stadt-ÖVP.
> Das wull.
Womit es kein "Verlust" der FPÖ in Wien 1999 war. Bei der ÖVP gibt es
diese vertikale Wählermobilität (wo die Landesparteien in den
"schwarzen" Ländern bei Landtagswahlen weit höhere Stimmenanteile als
bei Nationalratswahlen haben) ja genauso.
>>Sorry, da klingt einiges an populärdemoskopischen und
>>polulärpolitologischen journalistischen Deutungen durch, die in
>>der Sache nicht richtig sind.
> Da kummt durch, dassi schon ziemlich lang in dieser Stadt wohn und
> mi daran erinner, wölche Wähleranteile in den Gemeindeburgen
> üblich woarn. Ma konnte zu Zeiten, ois die Espe in ganz Wien noch
> um die 60 Prozent hatte, genau die Sprengel feststellen, wo die
> großen oiden Gemeindeburgen stehen. Dieses daran, dass durt bis zu
> 80, 90 Prozent SP-Stimmen woarn. Genau in diesen Sprengeln aba
> hatte der Führer später seine Hochburgen, und da die Bevölkerung
> dort offenboar ned ausgetauscht worden is, kann ma daraus sehr
> einfach schließen, wer wo hin gewexelt is.
Tja, und ich habe in den 80er und frühen 90er Jahren vor allem auch
Tirol und Oberösterreich (in teils städtischen, teils ländlichen
Gebieten) studieren können, und da bietet sich eben ein anderes Bild
als bei den Wiener Gemeindebauten.
>>Die Wähler der FPÖ sind zunächst, in den 80er Jahren, vor allem
>>von den Schwarzen gekommen. Seit den frühen 90er Jahren (v.a. seit
>>Wien 1991) dann auch von den Roten. Und natürlich hat die FPÖ auch
>>besonders bei Erst- und Jungwählern gepunktet (da war sie 1999
>>fast so stark wie SPÖ und ÖVP gemeinsam). Insgesamt aber ist der
>>Anteil derer, die ursprünglich von der *ÖVP* gekommen ist, unter
>>den FPÖ- Wählern - entgegen dem, was da in den Medien
>>umherschwirrt - immer größer als der Anteil der ehemaligen
>>*SPÖ*-Wähler gewesen.
> Dasser die Sozi-Fresser als allererschte einkassiert hat im 86er
> Jahr, is bekannt.
Noch viel mehr 1990.
> In den folgenden Joahrn woarns die Hackler vulgo
> da Gemeindebau, bsonders in Wien. Und dort konnte der sich
> überhaupt nix holen von den Schwoarzen.
Und von der Zahl her war aber die erste Welle, die der "Sozifresser",
offensichtlich die größere. Wie man ja auch an den Wahlresultaten von
SPÖ und ÖVP ab 1986 sehen kann.
Hubert
--
"Das Verhalten von Gates hatte mir bewiesen,
dass ich auf ihn und seine Gefährten nicht
zu zählen brauchte"
Karl May, Winnetou III


Von: Hubert Sickinger - Profil anzeigen
Datum: Sa 26 Okt. 2002 22:36
E-Mail: Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net>
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchenlHirschinger <LeoHirschin...@gibts.net> schrieb:
> Hubert Sickinger <sickin...@chello.at> wrote:
>>Das seh ich auch so. Natürlich wollte er nicht in die Regierung
>>gehen. Aber er wollte eben zugleich mit der Regierungsmannschaft
>>und mit sich als oppositionellem Angreifer antreten. Obmann wollte
>>er nämlich völlig offensichtlich werden, genau daran ist die FPÖ
>>ja gescheitert. Schon vergessen, dass er die Riess-Passer seit dem
>>Parteitag im Frühsommer an der Parteispitze ablösen wollte?
> I kann ja nur was vergessen, was auch eingetreten is.
Offenbar kannst Du schon auch manch anderes vergessen, insbesondere
auch das, was Du vor dem Riess-Passer-Rücktritt geschrieben hast.
Denn Du hast vor Knittelfeld gemeint, der Haider zieht das nicht
durch, gerade weil er nicht Spitzenkandidat werden will. Meine
Gegenhypothese: Er wird das durchziehen mit der Ablöse der Riess-
Passer als Obfrau, und er wird sich da von der Rücktrittsdrohung
nicht schrecken lassen. Unmittelbar nach Knittelfeld hab ich da auch
noch eine Mail von Dir, wo Du die dortigen Beschlüsse als Sieg der
Riess-Passer gedeutet hast. Also spiel nicht den erfolgreichen
Propheten ;-)
> Von deiner
> Theorie is aba nix eingetreten:
Eingetreten ist: Haider und seine Anhänger haben die RP gestürzt. Und
unmittelbar nachher hat er sich ja kurzfristig bereit erklärt, den
Obmann zu übernehmen. Da bin ich also eindeutig besser gelegen.
> Auf den Plakaten is nix zu sehen
> von an Kandidaten Führer, da pickt a Stellvertreter. Es is
> gekommen, was i vorausgesagt hab: Er hat sich mit allen möglichen
> Tricks geschrauft, damit er ja ned kandidieren muass. Darunter dem
> Schmäh, die Lobby der Eurofighter tät eam bedrohen.
Nach Deiner Prognose wäre jetzt noch die Riess-Passer im (als Obfrau
und als Vizekanzlerin). Und sie wäre bei der kommenden Wahl die
Spitzenkandidatin einer relativ "gezähmten" FPÖ, weil sich der Haider
ja (aus Angst vor einem schlechten Wahlergebnis und der Verantwortung
dafür) nicht getraut hätte, die RP als Obfrau zu stürzen.
Dass er nachträglich freilich die Nerven wegschmeisst, nachdem die
Partei im Aufruhr ist, das habe ich zugegebenermaßen nicht
vorhergesehen.
>>Manchmal isses nett, wenn Das Böse[TM] sich auch in der Politik
>>selbst zerstört ;-)
> Machter ja ned. Der hockt im Bärental und wartet, bis es die
> anderen zerrissen hat.
So what? Das *ist* selbstzerstörerisch, denn:
> Olladinx is das a Doppelmühle: Kriegens schlimm ane aufn Deckel,
> werdens sagen, weng der faulen Sau hob i mei Mandat verlurn. Hält
> sich die Niederlage in Grenzen, sagens, wos brauch ma den
> Kaschperl, geht eh ohne den.
>>Tja, und ich habe in den 80er und frühen 90er Jahren vor allem
>>auch Tirol und Oberösterreich (in teils städtischen, teils
>>ländlichen Gebieten) studieren können, und da bietet sich eben ein
>>anderes Bild als bei den Wiener Gemeindebauten.
> No na, das war ja noch da Prosecco-Jogl und ned der
> Bierzelt-Führer.
Der hat damals die Bierzelte genauso abgegrast wie die Schickilokale.
Hubert
--
"Wahlkämpfe sind eine Zeit fokussierter Unvernunft." (Michael Häupl,
2001)


Von: lHirschinger - Profil anzeigen
Datum: Sa 26 Okt. 2002 21:37
E-Mail: lHirschinger <LeoHirschin...@gibts.net>
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchenHubert Sickinger <sickin...@chello.at> wrote:
>Das seh ich auch so. Natürlich wollte er nicht in die Regierung
>gehen. Aber er wollte eben zugleich mit der Regierungsmannschaft und
>mit sich als oppositionellem Angreifer antreten. Obmann wollte er
>nämlich völlig offensichtlich werden, genau daran ist die FPÖ ja
>gescheitert. Schon vergessen, dass er die Riess-Passer seit dem
>Parteitag im Frühsommer an der Parteispitze ablösen wollte?
I kann ja nur was vergessen, was auch eingetreten is. Von deiner
Theorie is aba nix eingetreten: Auf den Plakaten is nix zu sehen von
an Kandidaten Führer, da pickt a Stellvertreter. Es is gekommen, was i
vorausgesagt hab: Er hat sich mit allen möglichen Tricks geschrauft,
damit er ja ned kandidieren muass. Darunter dem Schmäh, die Lobby der
Eurofighter tät eam bedrohen.
>Manchmal isses nett, wenn Das Böse[TM] sich auch in der Politik
>selbst zerstört ;-)
Machter ja ned. Der hockt im Bärental und wartet, bis es die anderen
zerrissen hat.
Olladinx is das a Doppelmühle: Kriegens schlimm ane aufn Deckel,
werdens sagen, weng der faulen Sau hob i mei Mandat verlurn. Hält sich
die Niederlage in Grenzen, sagens, wos brauch ma den Kaschperl, geht
eh ohne den.
>Tja, und ich habe in den 80er und frühen 90er Jahren vor allem auch
>Tirol und Oberösterreich (in teils städtischen, teils ländlichen
>Gebieten) studieren können, und da bietet sich eben ein anderes Bild
>als bei den Wiener Gemeindebauten.
No na, das war ja noch da Prosecco-Jogl und ned der Bierzelt-Führer.
Damals iser mit der Schmidt Stimmen keilen gegangen, biser auf der
Suche nach weiteren Wahlsiegen im Gemeindebau gelandet is.
lh
--
Aber irgendwie netter. Gegen Bush war ja sogar Stalin das reinste
Wascherl.
Jakob Krieger, <an372l$r2...@brainy.jpberlin.de>


Von: lHirschinger - Profil anzeigen
Datum: Mi 30 Okt. 2002 21:03
E-Mail: lHirschinger <LeoHirschin...@gibts.net>
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchenHubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net> wrote:
>Offenbar kannst Du schon auch manch anderes vergessen, insbesondere
>auch das, was Du vor dem Riess-Passer-Rücktritt geschrieben hast.
>Denn Du hast vor Knittelfeld gemeint, der Haider zieht das nicht
>durch, gerade weil er nicht Spitzenkandidat werden will.
Des muassi aa ned vergessen. Es is jo so gekommen, wiari gsagt hab: Er
wollts an die kurze Leine nehmen. Dummerweis hater ned damit grechnet,
dassie sich das ned gfallen lassen.
>Meine
>Gegenhypothese: Er wird das durchziehen mit der Ablöse der Riess-
>Passer als Obfrau, und er wird sich da von der Rücktrittsdrohung
>nicht schrecken lassen.
Genau. Er wollt doch deiner Meinung nach unbedingt Obmann werden. Im
RL fräulich hater sich schrecken lassen und den Sonderparteitag flux
durch Knüppelfeld ersetzt. Weidl eam die Risi Pisis ausrichten ham
lassen: Sonderparteitag haaßt neuche Führung.
>Unmittelbar nach Knittelfeld hab ich da auch
>noch eine Mail von Dir, wo Du die dortigen Beschlüsse als Sieg der
>Riess-Passer gedeutet hast. Also spiel nicht den erfolgreichen
>Propheten ;-)
I muass jo nix spüln, is jo kumman, wasi xagt hab: Dein strahlender
Parteischeff hockt betropezt im Bärental, und letzten Endes stengan
die Risi Pisis sogoar durchn Rücktritt als Gewinner da.
>Eingetreten ist: Haider und seine Anhänger haben die RP gestürzt. Und
>unmittelbar nachher hat er sich ja kurzfristig bereit erklärt, den
>Obmann zu übernehmen. Da bin ich also eindeutig besser gelegen.
:-))
Fallsd in der Zeit grad auf Urlaub woarst: Die Risi Pisis ham selba
absalutiert, und da Führer hat sich subtrahiert. Unprofessionell,
weidl durchsichtich. I hätt eam zugetraut, das gscheit anzulegen: Hier
bin ich, der Retter in der Not, i übernimm die Badei in ihrer schweren
Stunde, und jezz packma an und legma an Wahlkampf hin wie früher so
oft. Waraten die Umfragen ned besser geworden, hätter immer noch die
Notbremse ziehen können mit der Abfangjägerverschwörung: I tapferes
Führerlein fürcht mich jo ned, aba die oarme Klaudia im Bärental, die
sitzt ganz allanig im finstren Wald, i muass sie beschützen und drum
geh i jezz ham. Suachz euch bittschön an andaren Obmann. Dankesehr.
So hätters früher gemacht, und dann könntest dich sogar drauf berufen,
ned ganz flasch gelegen zu sein. Er hat sich aba so geschrauft, dass
sogoar afach gestrickten Parteigenossen kloar gewesen is: Der setzt
sich ab, um sich ned anzupatzen.
>Nach Deiner Prognose wäre jetzt noch die Riess-Passer im (als Obfrau
>und als Vizekanzlerin). Und sie wäre bei der kommenden Wahl die
>Spitzenkandidatin einer relativ "gezähmten" FPÖ, weil sich der Haider
>ja (aus Angst vor einem schlechten Wahlergebnis und der Verantwortung
>dafür) nicht getraut hätte, die RP als Obfrau zu stürzen.
Bingo. Die hod ihr Handwerk beim Führer glernt und eam ausmanövriert.
Saubere Oarbeit. Jezz is sie das Opfer und der Führer der Oarsch. Nach
der Wahl wirds haaßen, hätter die Susi nur werken lassen, so a
Niederlage hätt ned amal die zsammbracht.
>Dass er nachträglich freilich die Nerven wegschmeisst, nachdem die
>Partei im Aufruhr ist, das habe ich zugegebenermaßen nicht
>vorhergesehen.
Das macht nix. Es woar jo schon die Grundthese flasch, der möchtert
unbedingt wieder Obmann werden, und das vor ana Wahl, die er nur
verlieren kann. Es woar aba ka große Kunst, das vorauszusagen: Vor der
Wiener Gemeinderatswahl gabs das sölbe Theater. Damals habi in da tkp
dem Hean Obermeier gschrieben, was kummt, und sogoar die richtiche
Spitzenkandidatin darwischt.
lh
--
Aber irgendwie netter. Gegen Bush war ja sogar Stalin das reinste
Wascherl.
Jakob Krieger, <an372l$r2...@brainy.jpberlin.de>


Von: Hubert Sickinger - Profil anzeigen
Datum: So 3 Nov. 2002 22:38
E-Mail: Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net>
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> Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net> wrote:
>>Offenbar kannst Du schon auch manch anderes vergessen,
>>insbesondere auch das, was Du vor dem Riess-Passer-Rücktritt
>>geschrieben hast. Denn Du hast vor Knittelfeld gemeint, der Haider
>>zieht das nicht durch, gerade weil er nicht Spitzenkandidat werden
>>will.
> Des muassi aa ned vergessen. Es is jo so gekommen, wiari gsagt
> hab: Er wollts an die kurze Leine nehmen. Dummerweis hater ned
> damit grechnet, dassie sich das ned gfallen lassen.
Soweit richtig. Ihren Rücktritt hast Du freilich nicht
prognostiziert.
>>Meine
>>Gegenhypothese: Er wird das durchziehen mit der Ablöse der Riess-
>>Passer als Obfrau, und er wird sich da von der Rücktrittsdrohung
>>nicht schrecken lassen.
> Genau. Er wollt doch deiner Meinung nach unbedingt Obmann werden.
Nicht nur meiner Meinung nach. Das wollte er schon im Juni 2002. Das
wurde von allen Beteiligten bestätigt. Und er wollte es auch danach,
deshalb ist es ja zu Knittelfeld gekommen.
> Im RL fräulich hater sich schrecken lassen und den Sonderparteitag
> flux durch Knüppelfeld ersetzt.
Das zum Resultat gehabt hätte: Im Jänner 2003 gibt es einen
Parteitag. Wo (wie Riess-Passer angekündigt hat) eine Neuwahl des
Vorstandes stattgefunden hätte.
> Weidl eam die Risi Pisis
> ausrichten ham lassen: Sonderparteitag haaßt neuche Führung.
Genau. Knittelfeld hat genau einen solchen künftigen Parteitag zum
Inhalt gehabt, in dem die Einhaltung der Vorgaben (Steuersenkung,
Temelin- und Benes-Veto) und damit mangels Erfüllbarkeit die Person
der Obfrau Thema gewesen wäre. Da hat die Riess-Passer den Job lieber
selber hingeworfen, und - für Haider offensichtlich überraschend -
den Posten der Vizekanzlerin gleich dazu.
>>Unmittelbar nach Knittelfeld hab ich da auch
>>noch eine Mail von Dir, wo Du die dortigen Beschlüsse als Sieg der
>>Riess-Passer gedeutet hast. Also spiel nicht den erfolgreichen
>>Propheten ;-)
> I muass jo nix spüln, is jo kumman, wasi xagt hab:
Nach Deiner Interpretation hätte die RP nach Knittelfeld nicht
zurücktreten brauchen, weil sie sich auf allen Linien durchgesetzt
habe. Soviel zum Realitätsgehalt Deiner damaligen Interpretation.
> Dein
> strahlender Parteischeff hockt betropezt im Bärental, und letzten
> Endes stengan die Risi Pisis sogoar durchn Rücktritt als Gewinner
> da.
Wer hat von einem "strahlenden Parteichef" geschrieben? (Und
"meiner" ist er schon gar nicht). Gewonnen hat die Riess-Passer
seither vermutlich an Lebensqualität, als Politikerin ist sie
mausetot.
>>Eingetreten ist: Haider und seine Anhänger haben die RP gestürzt.
>>Und unmittelbar nachher hat er sich ja kurzfristig bereit erklärt,
>>den Obmann zu übernehmen. Da bin ich also eindeutig besser
>>gelegen.
>:-))
> Fallsd in der Zeit grad auf Urlaub woarst: Die Risi Pisis ham
> selba absalutiert, und da Führer hat sich subtrahiert.
> Unprofessionell, weidl durchsichtich. I hätt eam zugetraut, das
> gscheit anzulegen: Hier bin ich, der Retter in der Not, i übernimm
> die Badei in ihrer schweren Stunde, und jezz packma an und legma
> an Wahlkampf hin wie früher so oft.
Das wäre vernünftigerweise zu erwarten gewesen, und das habe ich
tatsächlich erwartet. Stattdessen hat Haider nach einigen Tagen die
Nerven weggeschmissen.
> Waraten die Umfragen ned
> besser geworden, hätter immer noch die Notbremse ziehen können mit
> der Abfangjägerverschwörung: I tapferes Führerlein fürcht mich jo
> ned, aba die oarme Klaudia im Bärental, die sitzt ganz allanig im
> finstren Wald, i muass sie beschützen und drum geh i jezz ham.
> Suachz euch bittschön an andaren Obmann. Dankesehr.
> So hätters früher gemacht, und dann könntest dich sogar drauf
> berufen, ned ganz flasch gelegen zu sein. Er hat sich aba so
> geschrauft, dass sogoar afach gestrickten Parteigenossen kloar
> gewesen is: Der setzt sich ab, um sich ned anzupatzen.
Ach, und das hast Du vorhergesehen, dass der Haider zwar vielleicht
für ein paar Tage sagt, er macht den Obmann, und nachträglich kommt
er mit der konstruierten Bedrohungsgeschichte daher und vertschüsst
sich? Alle Achtung.
>>Nach Deiner Prognose wäre jetzt noch die Riess-Passer im (als
>>Obfrau und als Vizekanzlerin). Und sie wäre bei der kommenden Wahl
>>die Spitzenkandidatin einer relativ "gezähmten" FPÖ, weil sich der
>>Haider ja (aus Angst vor einem schlechten Wahlergebnis und der
>>Verantwortung dafür) nicht getraut hätte, die RP als Obfrau zu
>>stürzen.
> Bingo. Die hod ihr Handwerk beim Führer glernt und eam
> ausmanövriert.
Nö. Die hat sich nur ein paar Monate extremes Mobbing ersparen
wollen, weil sie von ihrer Arbeit für den Haider gewusst hat, was
kommen würde.
> Saubere Oarbeit. Jezz is sie das Opfer und der
> Führer der Oarsch. Nach der Wahl wirds haaßen, hätter die Susi nur
> werken lassen, so a Niederlage hätt ned amal die zsammbracht.
Sag mal, ist es für Dich wirklich so schwer, zuzugeben, dass Du bei
der Einschätzung der Machtverhältnisse in der FPÖ völlig falsch
gelegen bist? Dass die Riess in der FPÖ keine Hausmacht gehabt hat
und einen Machtkampf mit dem Haider daher nur verlieren können hat?
Über das Thema diskutieren wir periodisch schon seit November 2000,
und immer hast Du versucht zu argumentieren, dass sie ja fest im
Sattel sitzt und schon eine Hausmacht hat... Das ist mittlerweile
schlichtweg falsifiziert.
>>Dass er nachträglich freilich die Nerven wegschmeisst, nachdem die
>>Partei im Aufruhr ist, das habe ich zugegebenermaßen nicht
>>vorhergesehen.
> Das macht nix. Es woar jo schon die Grundthese flasch, der
> möchtert unbedingt wieder Obmann werden, und das vor ana Wahl, die
> er nur verlieren kann.
Gut, die Sache, dass der Haider seit dem Juni 2002 wieder Obmann
werden wollte, war also nur eine Halluzination aller Beteiligten,
insbesondere auch des Haider, der Riess-Passer, des Westenthaler,
aller darüber schreibenden Journalisten...
Hubert
--
It is better to be approximately right, than to be precisely wrong.
(John Maynard Keynes)


Von: lHirschinger - Profil anzeigen
Datum: Mi 6 Nov. 2002 23:13
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>Soweit richtig. Ihren Rücktritt hast Du freilich nicht
>prognostiziert.
Woar jo aa ned notwendich. Wer die Marionette spült, war ned gefragt.
Nur, ob da Führer vor der Wahl freiwillich hergeht und die
Verantwortung für die Niederlage übernimmt.
>Nicht nur meiner Meinung nach. Das wollte er schon im Juni 2002. Das
>wurde von allen Beteiligten bestätigt. Und er wollte es auch danach,
>deshalb ist es ja zu Knittelfeld gekommen.
Das is a Märchen. Er wollt das unter allen Umständen vermeiden, um
sich ned durch die Niederlage anzupatzen. Fräulich wollt er eana die
Eier abschneiden, bsonders der Risi Pisi. Die hatte nämlich aufm
Parteitach über 90 Prozent Stimmen gekriegt, was an erheblichen Zuwax
an Macht für sie bedeutet hätt in ana normalen Partei.
>Das zum Resultat gehabt hätte: Im Jänner 2003 gibt es einen
>Parteitag. Wo (wie Riess-Passer angekündigt hat) eine Neuwahl des
>Vorstandes stattgefunden hätte.
Genau. Um aba diesen zu vermeiden, weil durt der Ruf nachm neuchen
Parteischeff Führer aufgekommen wäre, hata Knittelfeld erfunden.
>Genau. Knittelfeld hat genau einen solchen künftigen Parteitag zum
>Inhalt gehabt, in dem die Einhaltung der Vorgaben (Steuersenkung,
>Temelin- und Benes-Veto) und damit mangels Erfüllbarkeit die Person
>der Obfrau Thema gewesen wäre. Da hat die Riess-Passer den Job lieber
>selber hingeworfen, und - für Haider offensichtlich überraschend -
>den Posten der Vizekanzlerin gleich dazu.
Du bringst den Ablauf durchananda. Der Sonderparteitag im Jänner war
durch die Unterschrift der Delegierten einberufen. Die Risi Pisis
dachten aba goar ned daran, sich durt von den Stadlers vurschreiben zu
lassen, was sie tun dürfen und was ned, und haben daher erklärt, a
Parteitag haaßt neue Führung. Da die Stadler-Führers an so an
Parteitag ka Interesse haben konnten, ham sie Knittelfeld erfunden.
Ned umgekehrt.
>Nach Deiner Interpretation hätte die RP nach Knittelfeld nicht
>zurücktreten brauchen, weil sie sich auf allen Linien durchgesetzt
>habe. Soviel zum Realitätsgehalt Deiner damaligen Interpretation.
I hab gschrieben, sie hat gwonnen. Und das hat sie, auch wenn du das
natürlich ned zuageben kannst.
>Wer hat von einem "strahlenden Parteichef" geschrieben? (Und
>"meiner" ist er schon gar nicht). Gewonnen hat die Riess-Passer
>seither vermutlich an Lebensqualität, als Politikerin ist sie
>mausetot.
Das wird ihr ziemlich Wurscht sein. Die bleibt in der Erinnerung der
Effen die Frau Vizekanzlarin, deren Partei der Jogl hin gemacht hat,
weil er ihr den Erfolg neidich woar.
>Das wäre vernünftigerweise zu erwarten gewesen, und das habe ich
>tatsächlich erwartet. Stattdessen hat Haider nach einigen Tagen die
>Nerven weggeschmissen.
Das wär aba auch im Gegensatz zu deiner Theorie gestanden, der wollt
unbedingt Obmann werden.
>Ach, und das hast Du vorhergesehen, dass der Haider zwar vielleicht
>für ein paar Tage sagt, er macht den Obmann, und nachträglich kommt
>er mit der konstruierten Bedrohungsgeschichte daher und vertschüsst
>sich? Alle Achtung.
Wo stehtn das? Noch immer: I hab vorausgesagt, er wird mit allerhand
Tricks vermeiden, dasser Obmann wird. Während du vorausgesagt hast, er
will unbedingt Obmann werden.
>Nö. Die hat sich nur ein paar Monate extremes Mobbing ersparen
>wollen, weil sie von ihrer Arbeit für den Haider gewusst hat, was
>kommen würde.
Kloar. Die kennt ja den Führer ned und glaubt, Demutsgesten nützen
was. So wie ma das beim PG Gaugg überhaupt ned gsegn hat.
>Sag mal, ist es für Dich wirklich so schwer, zuzugeben, dass Du bei
>der Einschätzung der Machtverhältnisse in der FPÖ völlig falsch
>gelegen bist?
Sag amal, warum schneidest du dich ins eigene Fleisch? Wir reden ned
von Machtverhältnissen, weil wenns darum gingert, warat der Führer
nach wie vor Obmann. Das Thema woar, ober vor der Wahl wieder Scheff
wird und seinen Schädel hinhält oder ned. Ich habe gesagt, dass nein,
du hast behauptet, er will unbedingt.
Resultat bekannt.
>Dass die Riess in der FPÖ keine Hausmacht gehabt hat
>und einen Machtkampf mit dem Haider daher nur verlieren können hat?
Davon war auch ka Red. Noch amal: Deine Behauptung woar, er will
unbedingt Obmann werden. Meine, er wills auf keinen Fall sein, um ned
für die Niederlage verantwortlich zu sein.
>Über das Thema diskutieren wir periodisch schon seit November 2000,
>und immer hast Du versucht zu argumentieren, dass sie ja fest im
>Sattel sitzt und schon eine Hausmacht hat... Das ist mittlerweile
>schlichtweg falsifiziert.
Noch immer ned. Die Risi Pisi is, wenn auch aus wolle-gefärbte Blaue,
in die Partie gekommen und hat bei eam alle Tricks gelernt. Jezz haz
eam ausrutschen lassen, und dafür brauchz ka Hausmacht.
>Gut, die Sache, dass der Haider seit dem Juni 2002 wieder Obmann
>werden wollte, war also nur eine Halluzination aller Beteiligten,
>insbesondere auch des Haider, der Riess-Passer, des Westenthaler,
>aller darüber schreibenden Journalisten...
Naa, weil kana von denen hat sowas behauptet. Das woar a exklusive
Behauptung von dir, die kenn i von sonst niemanden.
lh
--
Aber irgendwie netter. Gegen Bush war ja sogar Stalin das reinste
Wascherl.
Jakob Krieger, <an372l$r2...@brainy.jpberlin.de>


Von: Hubert Sickinger - Profil anzeigen
Datum: Do 7 Nov. 2002 00:26
E-Mail: Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net>
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchenlHirschinger <LeoHirschin...@gibts.net> schrieb:
> Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net> wrote:
>>Soweit richtig. Ihren Rücktritt hast Du freilich nicht
>>prognostiziert.
> Woar jo aa ned notwendich. Wer die Marionette spült, war ned
> gefragt. Nur, ob da Führer vor der Wahl freiwillich hergeht und
> die Verantwortung für die Niederlage übernimmt.
Schreibst Du jetzt. In älteren Postings von Dir war sie freilich noch
nicht die Marionette des Haider. - Zitierten Text ausblenden -
- Zitierten Text anzeigen -
>>Das zum Resultat gehabt hätte: Im Jänner 2003 gibt es einen >>Parteitag. Wo (wie Riess-Passer angekündigt hat) eine Neuwahl des >>Vorstandes stattgefunden hätte.
> Genau. Um aba diesen zu vermeiden, weil durt der Ruf nachm neuchen > Parteischeff Führer aufgekommen wäre, hata Knittelfeld erfunden.
>>Genau. Knittelfeld hat genau einen solchen künftigen Parteitag zum >>Inhalt gehabt, in dem die Einhaltung der Vorgaben (Steuersenkung, >>Temelin- und Benes-Veto) und damit mangels Erfüllbarkeit die >>Person der Obfrau Thema gewesen wäre. Da hat die Riess-Passer den >>Job lieber selber hingeworfen, und - für Haider offensichtlich >>überraschend - den Posten der Vizekanzlerin gleich dazu.
> Du bringst den Ablauf durchananda. Der Sonderparteitag im Jänner > war durch die Unterschrift der Delegierten einberufen. Die Risi > Pisis dachten aba goar ned daran, sich durt von den Stadlers > vurschreiben zu lassen, was sie tun dürfen und was ned, und haben > daher erklärt, a Parteitag haaßt neue Führung. Da die > Stadler-Führers an so an Parteitag ka Interesse haben konnten, ham > sie Knittelfeld erfunden. Ned umgekehrt.
Soweit richtig. Und in den Knittelfelder Beschlüssen, wegen denen die
FPÖ-Spitze dann zurückgetreten ist, ist genau dieser Parteitag erneut
vorgesehen gewesen, verbunden mit den genannten zusätzlichen
(unerfüllbaren) inhaltlichen Auflagen. Und neben dem Stadler bzw. der
niederösterreichischen FPÖ war just auch die Kärntner FPÖ-
Landesorganisation treibende Kraft hinter Knittelfeld. Mit welcher
der Haider ja rein gar nix zu tun hat, schließlich ist er dort ja nur
"einfaches Parteimitglied".
>>Nach Deiner Interpretation hätte die RP nach Knittelfeld nicht
>>zurücktreten brauchen, weil sie sich auf allen Linien durchgesetzt
>>habe. Soviel zum Realitätsgehalt Deiner damaligen Interpretation.
> I hab gschrieben, sie hat gwonnen. Und das hat sie, auch wenn du
> das natürlich ned zuageben kannst.
Wenn Du das Loswerden der Bürde der Positionen einer Parteiobfrau und
Vizekanzlerin und überhaupt das Entkommen aus der aufreibenden
Spitzenpolitik als Sieg siehst, dann freilich hat sie gewonnen,
nämlich möglicherweise ein schönes Stück Lebensqualität. Ansonsten
aber war Knittelfeld ihre endgültige Niederlage.
>>Nö. Die hat sich nur ein paar Monate extremes Mobbing ersparen
>>wollen, weil sie von ihrer Arbeit für den Haider gewusst hat, was
>>kommen würde.
> Kloar. Die kennt ja den Führer ned und glaubt, Demutsgesten nützen
> was. So wie ma das beim PG Gaugg überhaupt ned gsegn hat.
Was sollen solche sinnentleerten Sätze?
>>Sag mal, ist es für Dich wirklich so schwer, zuzugeben, dass Du
>>bei der Einschätzung der Machtverhältnisse in der FPÖ völlig
>>falsch gelegen bist?
> Sag amal, warum schneidest du dich ins eigene Fleisch? Wir reden
> ned von Machtverhältnissen, weil wenns darum gingert, warat der
> Führer nach wie vor Obmann.
Das schreibst Du *jetzt*.
>>Gut, die Sache, dass der Haider seit dem Juni 2002 wieder Obmann
>>werden wollte, war also nur eine Halluzination aller Beteiligten,
>>insbesondere auch des Haider, der Riess-Passer, des Westenthaler,
>>aller darüber schreibenden Journalisten...
> Naa, weil kana von denen hat sowas behauptet. Das woar a exklusive
> Behauptung von dir, die kenn i von sonst niemanden.
Die Geschichte ist in Format Heft 30/2002, S. 20-21 gestanden (Titel:
Der geplatzte Haider-Putsch) und ist von allen genannten Beteiligten
dann sogleich via ORF bestätigt worden, war also keine Zeitungsente.
Hubert
--
It is better to be approximately right, than to be precisely wrong.
(John Maynard Keynes)


Von: Wolfgang Wohlfart - Profil anzeigen
Datum: Do 7 Nov. 2002 08:58
E-Mail: "Wolfgang Wohlfart" <w_wohlf...@hotmail.com>
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchen"lHirschinger" <LeoHirschin...@gibts.net> schrieb im Newsbeitrag
news:bv4jsug2kbr9uhgj81u32j20guno3iu1m2@4ax.com...
> >Gut, die Sache, dass der Haider seit dem Juni 2002 wieder Obmann
> >werden wollte, war also nur eine Halluzination aller Beteiligten,
> >insbesondere auch des Haider, der Riess-Passer, des Westenthaler,
> >aller darüber schreibenden Journalisten...
> Naa, weil kana von denen hat sowas behauptet. Das woar a exklusive
> Behauptung von dir, die kenn i von sonst niemanden.
http://archiv.kurier.at/archiv/display.php3?PIC=testtextarch/j2002/q3...
1/s002/003_001.dcs
LG
Wolf


Von: Franz Gabler - Profil anzeigen
Datum: Do 7 Nov. 2002 13:09
E-Mail: "Franz Gabler" <nos...@web.de>
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"Erich 'Wir 3' TLAPAK" <spa...@jet2web.cc> schrieb im Newsbeitrag > >>
> "Der Wolfgang Schüssel ist sehr dünnhäutig geworden. Wenn
> einem jemand die Wahrheit und einen Spiegel vorhält, ist es
> nicht gut, einzuschnappen und zu sagen: Räumt's den Spiegel weg."
> Herbert Paierl, steirischer ÖVP-Landesrat über Wolfgang
> Schüssel, APA, OTS0029 5 II 0359, 29.Nov 98
Da schau ich aber, der Tlapak ist zum ÖVP Wahlhelfer mutiert.
Denn mit dieser Aussage gibt er bekannt, wie sehr der Schüssel seine
Persönlichkeit in den letzten vier Jahren geändert hat, im Gegensatz
zur Lernresistenz der Roten.
Ja, wie schrieb er selbst: > peinlich :-)
Ruhe in Frieden


Von: Wolfgang Wohlfart - Profil anzeigen
Datum: Do 7 Nov. 2002 17:51
E-Mail: "Wolfgang Wohlfart" <w_wohlf...@hotmail.com>
Gruppen: at.gesellschaft.politik
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchen"Erich 'Wir 3' TLAPAK" <spa...@jet2web.cc> schrieb im Newsbeitrag
news:3DCA4752.8030306@jet2web.cc...
> Am 07.11.2002 08:58 klopfte *Wolfgang Wohlfart* kraeftig in die Tasten
> und meinte:
> > "lHirschinger" <LeoHirschin...@gibts.net> schrieb im Newsbeitrag
> > news:bv4jsug2kbr9uhgj81u32j20guno3iu1m2@4ax.com...
> >> >Gut, die Sache, dass der Haider seit dem Juni 2002 wieder Obmann
> >> >werden wollte, war also nur eine Halluzination aller Beteiligten,
> >> >insbesondere auch des Haider, der Riess-Passer, des Westenthaler,
> >> >aller darüber schreibenden Journalisten...
> >> Naa, weil kana von denen hat sowas behauptet. Das woar a exklusive
> >> Behauptung von dir, die kenn i von sonst niemanden.
http://archiv.kurier.at/archiv/display.php3?PIC=testtextarch/j2002/q3...
1/s002/003_001.dcs > peinlich :-)
Ein bisserl :-)
Wolf


Von: lHirschinger - Profil anzeigen
Datum: Sa 9 Nov. 2002 20:28
E-Mail: lHirschinger <LeoHirschin...@gibts.net>
Gruppen: at.gesellschaft.politik
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchenHubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net> wrote:
>Schreibst Du jetzt. In älteren Postings von Dir war sie freilich noch
>nicht die Marionette des Haider.
Hod jezz was mit dem Thema zu tun?
>Soweit richtig. Und in den Knittelfelder Beschlüssen, wegen denen die
>FPÖ-Spitze dann zurückgetreten ist, ist genau dieser Parteitag erneut
>vorgesehen gewesen, verbunden mit den genannten zusätzlichen
>(unerfüllbaren) inhaltlichen Auflagen. Und neben dem Stadler bzw. der
>niederösterreichischen FPÖ war just auch die Kärntner FPÖ-
>Landesorganisation treibende Kraft hinter Knittelfeld. Mit welcher
>der Haider ja rein gar nix zu tun hat, schließlich ist er dort ja nur
>"einfaches Parteimitglied".
Jo, und der Führer hod mit seiner Bundesregierung nix ztuan, und am
Sunndoch in vierzehn Tagen mit der Eff, und so weita.
>Wenn Du das Loswerden der Bürde der Positionen einer Parteiobfrau und
>Vizekanzlerin und überhaupt das Entkommen aus der aufreibenden
>Spitzenpolitik als Sieg siehst, dann freilich hat sie gewonnen,
>nämlich möglicherweise ein schönes Stück Lebensqualität. Ansonsten
>aber war Knittelfeld ihre endgültige Niederlage.
Siechi ned. Wenni aus der Regierung fliag und diejenige bin, die ned
dran schuld is, und wenni a saubere Wahlniederlage zu erwoarten hab,
an der i aa ned schuld bin, is das für mich ka Niederlage. Es geht
noch immer darum, wer die Krot zu fressen hat am Tag nach der Wahl,
und das is jezz trotz seiner Jeierei noch immer der Führer und am
wenixten die Risi Pisi.
>Was sollen solche sinnentleerten Sätze?
A Antwort auf sinnentleerte Sätze?
>Das schreibst Du *jetzt*.
Naa. Weil darum gings die ganze Zeit überhaupt ned. Nur darum, wer die
Birn hin zu halten hat für die Wahlniederlage, weiler der Obmann sein
will oder eben ned.
>Die Geschichte ist in Format Heft 30/2002, S. 20-21 gestanden (Titel:
>Der geplatzte Haider-Putsch) und ist von allen genannten Beteiligten
>dann sogleich via ORF bestätigt worden, war also keine Zeitungsente.
I les doch kane Illus vom Donaukanal. Wäudl wenns nach denen geht, hat
da Führer die Regierung in den vergangenen drei Jahren jedes Monat
mindestens amal in die Luft gesprengt. Olles tadellos bestätigt von
allerhand Beteiligten. Und irgendwia woar am End doch alles genau
umgekehrt.
lh
--
Aber irgendwie netter. Gegen Bush war ja sogar Stalin das reinste
Wascherl.
Jakob Krieger, <an372l$r2...@brainy.jpberlin.de>


Von: lHirschinger - Profil anzeigen
Datum: Sa 9 Nov. 2002 20:31
E-Mail: lHirschinger <LeoHirschin...@gibts.net>
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Antwort an Autor| Weiterleiten| Drucken| Einzelne Nachricht| Original anzeigen| Missbrauch melden| Nachrichten dieses Autors suchen"Wolfgang Wohlfart" <w_wohlf...@hotmail.com> wrote:
>http://archiv.kurier.at/archiv/display.php3?PIC=testtextarch/j2002/q3...
Jöö, das is sozial von dir, dass du a Highlight Wohlfahrtscher
Interpretazionskunst auch im gugglbaren Nutznetz zum Besten gibst. Die
URL habi korrigiert, damit a jeder gleich waaß, wasi damit maan.
lh
--
Aber irgendwie netter. Gegen Bush war ja sogar Stalin das reinste
Wascherl.
Jakob Krieger, <an372l$r2...@brainy.jpberlin.de>


Von: Hubert Sickinger - Profil anzeigen
Datum: Sa 9 Nov. 2002 20:57
E-Mail: Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net>
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> Hubert Sickinger <h.sickin...@gmx.net> wrote:
>>Schreibst Du jetzt. In älteren Postings von Dir war sie freilich
>>noch nicht die Marionette des Haider.
> Hod jezz was mit dem Thema zu tun?
(...) - Zitierten Text ausblenden -
- Zitierten Text anzeigen -
>>Wenn Du das Loswerden der Bürde der Positionen einer Parteiobfrau >>und Vizekanzlerin und überhaupt das Entkommen aus der aufreibenden >>Spitzenpolitik als Sieg siehst, dann freilich hat sie gewonnen, >>nämlich möglicherweise ein schönes Stück Lebensqualität. Ansonsten >>aber war Knittelfeld ihre endgültige Niederlage.
> Siechi ned. Wenni aus der Regierung fliag und diejenige bin, die > ned dran schuld is, und wenni a saubere Wahlniederlage zu > erwoarten hab, an der i aa ned schuld bin, is das für mich ka > Niederlage. Es geht noch immer darum, wer die Krot zu fressen hat > am Tag nach der Wahl, und das is jezz trotz seiner Jeierei noch > immer der Führer und am wenixten die Risi Pisi. (...) >>Das schreibst Du *jetzt*.
> Naa. Weil darum gings die ganze Zeit überhaupt ned. Nur darum, wer > die Birn hin zu halten hat für die Wahlniederlage, weiler der > Obmann sein will oder eben ned.
Ja, jetzt fällt's mir wie Schuppen aus den Haaren! :-)) Wie konnte
ich das nur so missinterpretieren! Ich habe Knittelfeld und die
Wochen davor doch glatt als innerparteilichen Machtkampf
fehlinterpretiert! Wenn ich das gewusst hätte, dass es bei dieser
ganzen Knittelfelderei nur darum gegangen ist, wer von den FPÖ-
Hauptakteuren sich am elegantesten aus der Verantwortung flüchten
kann, dann hätten wir uns lange Diskussionen erspart ;-)
SCNR,
Hubert
--
"Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit" (Andreas Khol, 2000).