Treppensteigen war für sie mehr und mehr zur Qual geworden. Ihr Mann hatte schon länger Arthrose, ein Grund, warum der gute Wein mittlerweile in der Garage gelagert wurde und nicht mehr im Weinkeller. Das Treppensteigen tat ihm einfach zu weh. Also entschloss sich Christel K. nach längerem Überlegen, einen Treppenlift für die heimische Wendeltreppe anzuschaffen. Dank ihrer Ersparnisse aus der Zeit der Berufstätigkeit hatten die beiden Senioren genügend Geld, sich einen neuen Treppenlift einbauen zu lassen. Oder musste das eigentlich sein? Von einer Freundin hatte Christel K. gehört, dass es auch andere Möglichkeiten gab, sich die Treppensteig-Hilfe zu beschaffen.

Zusammen mit ihrem Enkel Robert machte sie sich auf die virtuelle Suche. Im Internet wurden die beiden schnell fündig. Auf dieser Seite zum Thema Treppenlifte fanden sie ausführliche Infos, welche Möglichkeiten man bei der Anschaffung eines Treppenlifts hat. Sollte es wirklich ein nagelneuer Lift sein? Der Vorteil wäre, dass der Lift genau passend auf die Farbe des Hauses abgestimmt würde und natürlich noch unbenutzt wäre. Aber auch die Möglichkeit, einen Treppenlift zu mieten, fanden die beiden interessant. Dabei vereinbart man mit dem Anbieter eine Mietdauer und zahlt während der Zeit monatliche Raten. Nach Ablauf der Mietdauer kann man den Treppenlift entweder doch noch kaufen oder ihn zurückgeben. Am besten passte Christel K. aber die dritte Variante: Ein gebrauchter Treppenlift. Dieser Lift war vorher schon mal in einem anderen Haushalt verbaut und dann an den Anbieter zurück verkauft oder -gegeben worden. Die Preisunterschiede zum neuen Treppenlift waren enorm. Alle Teile des Treppenlifts, die mit dem Benutzer in Berührung kommen, wie z.B. Sitze und Armlehnen, werden vor dem Einbau neu montiert. So erhält man auch neuwertige Teile angebracht auf einer gebrauchten Technik. Aber da man beim Einbau auch eine Garantie vom Treppenlift-Anbieter erhält, sind technische Schäden für einige Zeit gedeckt.

Christel K. bestellte also mehrere Anbieter zu sich nach Hause, damit sie sich die Gegebenheiten vor Ort angucken und ein Angebot unterbreiten konnten. Nach einigen Wochen war es dann soweit und der Treppenlift wurde eingebaut. Nun konnte das Ehepaar den Weinkeller wieder von der Betonfertiggarage in den dafür vorgesehenen Raum im Untergeschoss des Hauses verlegen, denn dank des Treppenlifts waren die beiden wieder ohne Schmerzen in der Lage, die verschiedenen Etagen ihres Hauses zu erreichen.

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